Richtig Naturstein Schiefer verlegen

Nach heutigem Stand der Technik gelten die im Jahre 1999 verabschiedeten Regelungen zum Schiefer verlegen gemäß dem Produktdatenblatt des deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. und die Richtlinien des deutschen Dachdeckerhandwerks. Ebenfalls sind die Vorgaben zur allgemeinen Hinterlüftung von Außenwandbekleidungen maßgeblich.

Die Befestigung von Schiefer

Als Unterlage für das Verlegen von Schiefer können Bauplatten aus Bimsbeton, Holzspanbeton, sowie Porenbeton verwendet werden. Hierbei ist besonders auf die Wahl der korrekten Befestigungsmittel zu achten.
Schiefer eignet sich zur Dachdeckung besonders durch seine natürlichen Eigenschaften. Die Oberfläche des Natursteins erlaubt einen Austritt von Feuchtigkeit aus dem Inneren. In der Regel tritt diese in Form von Wasserdampf aus dem Wandquerschnitt aus, welcher unter der Schieferschicht liegt. Hierdurch wird also die direkte Anbringung durch Nagelung der Schieferplatten auf das Grundgerüst und die Unterschicht möglich. Auftretende Feuchtigkeit kann zu jeder Zeit an jeder Stelle des mit Schiefer gedeckten Daches entweichen. Umgekehrt halten die Schieferplatten durch ihre spezifische Verlegungstechnik Regenwasser zuverlässig ab.
Die Befestigung der einzelnen Schieferplatten erfolgt meist durch so genannte Klammerhaken. Vereinzelt erfolgen auch Anbohrungen oder Anschraubungen. Für die Verlegung von Schiefer eignen sich besonders feuerverzinkte Schiefernägel. Diese werden im Allgemeinen auch als Haltefeste oder Schieferstifte bezeichnet. Ebenfalls zur Anwendung können Edelstahlschieferstifte oder solche aus Kupfer kommen. Wichtig ist vor allem die geraute Oberfläche dieser Befestigungsmittel. Dies gilt besonders für Kupferstifte, da diese anders auf Witterung reagieren, als beispielsweise solche aus Edelstahl.