Die Verwendung von Schiefer

Auf Tafeln aus Schiefer schrieben nicht nur die Kinder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Schule, Schiefer war auch zu jener Zeit (und ist es bis heute) ein beliebtes Material, welches vor allem bei der Hausverkleidung zum Einsatz kommt. Manche Regionen – wie beispielsweise Teile des Thüringer Waldes – kennzeichnen sich durch die Verwendung von Schiefer an Häuserwänden und auf Dächern.

Eigenschaften von Schiefer

Schiefer ist ein Naturprodukt, das vor mehr als 350 Millionen Jahren bei Gebirgsbildungen entstand. Es ist je nach Vorkommen ein unterschiedlich dichtes und dabei feinkörniges Material, welches sich aufgrund der Schieferung leicht in einzelne Platten spalten lässt. In Deutschland kommt das Produkt unter anderem in Thüringen, Sachsen, dem Sauerland, der Eifel und im Hunsrück vor.
Schiefer ist unterschiedlich hart und von unterschiedlicher Biegfestigkeit. Die jeweilige Beschaffenheit des Schiefers ist bei der Verwendung des Naturproduktes als Baumaterial zu berücksichtigen. Auch gibt es nicht nur den vor allem bekannten blau-grauen Schiefer, sondern auch rötlichen sowie grünlichen.
Schiefer kann auf verschiedene Art am Haus angebracht werden. Bekannt und gern verwendet werden insbesondere die Altdeutsche und Universal-Deckung. Doch gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten wie Wilde Deckung, Rechteck-Doppeldeckung, Schuppen-Deckung, Deckung mit Fisch-Schuppen, Spitzwinkel-Deckung u.v.a.m.
Als Untergrund wird Holz verwendet, an welchem die Schieferplatten mit Schiefernägeln oder Schieferstiften, Kupfer- oder Edelstahlschieferschraubstifte befestigt werden.