Der Abbau in der Antike

In früheren Zeiten wurde Marmor vor allem durch die alt bekannte Hebewirkung gewonnen. Hierzu suchte, oder hub man entsprechende Vertiefungen aus, um im Anschluss mit speziellen Hebestangen das Gestein frei zu hebeln. Dies war freilich eine sehr kraftzehrende Methode und forderte eine große Anzahl an Arbeitern. Zusätzlich setzte man Eisenkeile zur Stabilisierung des Gesteins ein. Mithilfe von Wasser wurden die so entstandenen Zwischenräume zwischen Marmor und Felswand frei gespült.

Bereits seit dem 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gewann man Marmor. Damals noch um antike Tempel und Herrschaftssitze auszugestalten. Entsprechende Funde auf der griechischen Insel Paros belegen dies. Bis zur Renaissance änderten sich die Methoden der Marmorgewinnung weitgehend nicht. Später wurde das felsige Gut durch Sprengungen den gewaltigen Gesteinswänden abgenommen. Hierbei kam es jedoch zu einer Vielzahl von Unfällen durch die unsichere Handhabe mit Nitroglycerin und später auch TNT.

Moderner Marmorabbau

Im Laufe der Jahre wurden die Techniken zum Marmorabbau und zur Bearbeitung immer mehr verbessert. Heute werden Marmorblöcke gleich bei ihrer Gewinnung in entsprechend gut zu transportierende Stücke zu Recht gesägt. Dazu gebraucht man so genannte Kurzseilsägen. Diese besitzen mehrere zehn Meter lange Diamantseile. Diese speziellen Seile werden auch als Schrämen bezeichnet. Zusätzlich werden spezifische Computerprogramme zur Steuerung dieser Apparaturen verwendet.

Zum Schleifen der Marmorplatten brauchte man Quarzsand und Bimsstein. Danach erhält der Marmor seine typische Politur und somit glänzende Oberfläche.

Abgebaut wird das edle Gestein in Marmorbrüchen auf der ganzen Welt. Je nach Herkunftsort ergibt sich hierbei eine spezifische Maserung der Marmorsorten.