Der Aufschwung des chinesischen Granit

Bislang waren überwiegend Brasilien und Italien Hauptlieferant für Natursteine und insbesondere Granit. China hat als Lieferant von Granit und anderen Natursteinen seit Ende des letzten Jahrhunderts stark aufgeholt. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass chinesischer Granit im Vergleich zu den klassischen Anbietern sehr preiswert angeboten wird. Dies führte zu einem Preisverfall und Schließung diverser Naturstein-Anbieter in Europa im Laufe der letzten 10 bis 15 Jahre. War Granit als Naturstein bislang ein Luxusartikel, wurde die Verarbeitung von chinesischem Granit für viele Verbraucher erschwinglich. Das zeigt auch die verstärkte Verwendung von Granit als Arbeitsplatte für Küchen oder als Ablagefläche in Badezimmern.

Chinesischer Granit - die besonderen Merkmale

Chinesischer Granit hat meist eine höhere Saugfähigkeit von Flüssigkeiten, da in China meist Granit verarbeitet wird, der bereits durch Witterung porös ist. Dies kann bei einigen Granit-Sorten im Laufe der Zeit zu Verfärbungen oder unregelmäßigen Flecken führen. Chinesischer Granit findet aufgrund seines günstigen Preises auch für die Neugestaltung von Fußgängerzonen in deutschen Städten Verwendung. Die hohe Saugfähigkeit macht diesen Granit jedoch anfällig für Verschmutzungen und Verfärbungen , was durch aufwändige Reinigungsmaßnahmen kompensiert werden muss.

Erkennbar ist chinesischer Granit an der Handelskennung (zum Beispiel Padang G 123), wobei das G für Granit und eine dreistellige Zahl für die Region und die Qualität steht. Wichtig für die Verarbeitung ist die Verwendung von passendem Mörtel und die richtige Verlegetechnik. Chinesischer Granit reagiert mit einigen Inhaltsstoffen. Daher sollte man sich vor der Verlegung genau informieren, welche Materialien geeignet sind. Wichtig hierbei ist, dass der Mörtel schnell abbindet und mit möglichst wenig Wasser verarbeitet werden kann (aufgrund der hohen Saugfähigkeit des Granits). Die Verlegung sollte flächig und ohne Hohlräume erfolgen.