Infos über Natursteine - Marmor und Granit

Navigation

Was kennzeichnet die Natursteine ?

Die Natursteine zeichnen sich vor allem durch ihre jeweilig einzigartige Maserung aus. Somit ist kein Stein mit einem anderen zu vergleichen. Dies gilt ebenso für die Farbgebung und die Struktur. Jede Schicht eines Natursteins entstammt einer anderen erdzeitlichen Epoche. Somit verwenden auch Archäologen die unterschiedlichen Sedimentschichten zur Bestimmung des Alters eines Fundes.

Über 80% der Erdoberfläche besteht aus natürlichen Steinschichten. Schon in der Antike bediente man sich den wertvollen Marmor- und Granitschätzen dieser Erde. Bis heute zählen Naturgesteine zu den beliebtesten, jedoch auch nicht ganz preisgünstigen Baumaterialien. Bereits die Tempel der Griechen offenbarten die schier unendlichen Möglichkeiten, welche sich durch die Verwendung von Naturstein offenbaren.

Die Vorteile der Natursteine

Ein Vorteil des Natursteins liegt in seiner Natürlichkeit. Um diesen zu verbauen, ist keinerlei chemische Behandlung notwenig. Derartig natürliche Bauelemente verleihen jedem Wohnraum einen individuellen Charakter. Besonders beliebt ist der Kontrast, welcher durch Naturstein, speziell in Form von Marmor gegeben ist. Die massive äußere Form steht im Gegensatz zu feinen und filigranen Maserungen.

Hinzu kommt die Umweltverträglichkeit derartiger Materialien. Das extrem große Vorkommen sichert einen ungefährlichen Abbau in Hinsicht auf eventuelle Auswirkungen auf die Umwelt.

Häufige Anwendungen für Natursteine

Zur Anwendung kommen Natursteine besonders bei der Gestaltung von Treppenbelägen, Fußböden und Wandbekleidungen. Des Weiteren sind derartige Materialien auch bei der Gestaltung von Fensterbänken sehr beliebt.

Unterschiede zwischen Marmor und Granit

Marmor und Granit unterscheiden sich vor allem in der Widerstandsfähigkeit, die durch die Zusammensetzung gegeben ist. Während Marmor zu rund 80% aus Calcit besteht und daher relativ weich ist, besteht Granit aus den sehr harten Mineralen Feldspat und Quarz.
Die Härte ist für die Verarbeitung und den Gebrauch von Marmor und Granit ausschlaggebend. Marmor lässt sich leicht bearbeiten, findet daher Verwendung in der Bildhauerei und aufgrund seiner schönen Struktur vor allem im Innenbereich von Gebäuden. Hier wird er als Boden- und Treppenbelag sowie für Fensterbänke eingesetzt. Da Marmor nicht sehr abriebfest und empfindlich gegenüber Witterung ist, wird er ungern im Außenbereich verwendet.
Granit ist sowohl gegen Witterung als auch gegen Chemikalien resistent, kann daher universell eingesetzt werden und ist langlebiger. Das harte Magmagestein kommt in vielen verschiedenen Farbtönen vor und kann daher farblich an jede Umgebung angepasst werden. So wird Granit zum einen in der Küche als Arbeitsplatte genutzt, zum anderen als Bodenbelag im Außenbereich, als Fassade oder auch als Grabstein. Granit kann je nach Geschmack und Verwendung u.a. poliert oder geschliffen werden, auch sandstrahlen ist möglich. Polierte Steine sind zwar pflegeleichter aber auch anfälliger gegenüber Kratzern.
Die Bearbeitung von Marmor erfolgt oft manuell. So können Bildhauerarbeiten und Grabsteininschriften per Hand gemacht werden. Granit wird aufgrund seiner Härte maschinell z.B. mit Hilfe von Druckluft bearbeitet. Die verschiedenen Materialeigenschaften, die sich aus der Härte ergeben, sollte man bei der Wahl von Marmor oder Granit immer berücksichtigen.



© 2008 - 2016  Peter Schamberger   Stand: 25.12.2011